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Lass dich inspirieren

"Erwachsen sein, ist wie Kind sein, nur besser."

Bist du erwachsen?

Warum manche Erwachsene nie "erwachsen" werden: vielleicht, weil sie als Kind nie durften und immer mussten. Es hieß immer: "Wenn Kinder wollen, kriegen sie was auf die Beulen."

Die Freiheit als Erwachsener ist ein Geschenk, wenn dies genutzt wird, denn wer nie gelernt hat, dass er durfte, wenn er wollte, wird auch als Erwachsener nicht wollen, wenn er darf....es sei denn "Jetzt" machst du endlich das, was du willst! Denn der Wille ist der Anfang des Erfolgs und der Weg zum Glück.

So hört man oft: Was bedeutet überhaupt "Erwachsen" zu sein?

Für mich das zu tun, was ich will, volle Verantwortung tragen zu wollen, um meine Freiheit zu genießen.

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)

Als Kind lernen wir, dass Fehler etwas ganz Schlimmes sind, weil Fehler immer betraft wurden. Wenn wir Erwachsen sind, haben wir Angst Fehler zu machen und die Verantwortung dafür zu tragen. Das hindert uns am persönlichen Wachstum. Niemand macht gerne Fehler, nur Fehler passieren eben. Der Umgang damit ist entscheidend. Wie kreativ gehen wir damit um und finden Lösungen? Dafür ist die Kreativität eine Fähigkeit, die uns alle ausmacht und wie wir alle wissen, kommt diese Kernkompetenz in der Schule zu kurz. Das bedeutet, Erwachsene müssen es neu lernen.

Aber wie? Die Kunst gibt Lösungen. Als unwichtiges Hobby abgetan, hilft uns die Kunst unsere Kreativität neu zu entdecken und Blockaden zu lösen.

Jeder kann es wieder neu lernen: wieder wie ein Kind zu lernen, bedeutet im Grunde Erwachsen zu werden.

Fehler gehören zum Entwicklungsprozess dazu und erst dann beginnt der kreative Prozess, worauf unser Selbstvertrauen aufbaut und sich Stärke entwickeln kann. Dann haben wir auch wieder den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Das ist der Grundstein für alles weitere im Leben. 

 

Lernen

Die Natur des Lernens

Wie sehr das Lernen missverstanden wird, über das Verlernen des Lernens und die Folgen. Was bedeutet Glück und was bedeutet Erfolg?

Wenn es um das Lernen geht, worauf schauen wir zuerst? Die Schule. Denn hier lernen wir von Anfang an, was das Lernen bedeutet und das prägt ein Leben lang. Gut oder schlecht? Ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Ich möchte hier meine Sichtweise darstellen. Das Thema hat mich sehr beschäftigt, seit ich mich selbstständig gemacht habe. Rückblickend auf meine Schulzeit, musste ich feststellen, dass die Schule bis zu einem gewissen Punkt, mich eher am Lernen gehindert hat. Meine Schullaufbahn ist nicht repräsentativ für alle. Es ist meine Wahrnehmung aus meiner Schulzeit in den 90er-00er Jahre und jede Erfahrung ist sehr individuell. Meine Hingabe zur Kunst entdeckte ich erst mit Ende 30 ohne schulische Bildung oder Studium.

Es macht mich wütend, die Zeit, die ich verloren habe. Und dennoch, ohne den falschen Weg, wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Ohne die Umwege, wäre ich jetzt nicht die Person, die ich jetzt bin. Was ich aber weiß ist, diesen Weg würde ich mir nicht für andere wünschen.

Jeder kann sich selbst fragen, was hättest du dir in deiner Schulzeit gewünscht?

Meine gesamte Schulzeit fühlte ich mich in etwa so:

„Wenn ein Fisch daran gemessen wird, wie gut er auf einen Baum klettern kann, wird er immer denken, er wäre dumm.“ (von Unbekannt).

Wir alle haben Potenziale, nur findet nicht jeder sein Potenzial in der Schule. Sie werden nicht abgefragt. Ich sage heute: Erwachsen sein ist wie Kind sein, nur besser. Denn jetzt darfst du machen, was du willst und deine Geschichte selbst schreiben.

Was aber, wenn man es verlernt hat und nach der Schule nicht mehr weiß, was man als Kind mochte. Wenn Interessen als unwichtige Hobbys abgetan wurden, als kurze Launen, wenn die Zeit fehlte, seinen Stärken nachzugehen, weil man Vokabeln für einen Test auswendig lernen musste, die man sowieso wieder vergisst? Was ist, wenn deine Eltern nicht die Mittel hatten, deine Interessen zu fördern oder sowieso keine Zeit war, weil du Nachhilfe nehmen musstest für ein Fach, was dich nicht interessiert? Was ist, wenn man mit 18,19 Jahren nicht mehr weiß, wer man ist?

Die Schule fördert Schwächen, nicht Stärken.

Wenn diese Art von Lernen alltäglich jahrelang (und täglich grüßt das Murmeltier) trainiert wird, glaubt man irgendwann, das ist normal.

Bereits in der Mittelstufe entwickelte ich Ängste und Depressionen. Als damals 15-Jährige dachte ich nur, ich bin das Problem.

Wenn man nur musste und nie durfte, dann kann man auch nicht mehr wollen, weil man nicht mehr weiß. Der eigene Wille, das eigenständige Lernen wurde vergessen und wir lernen, was man uns sagt. Und am Ende arbeiten wir, was man uns befielt.

Ist das der Weg zum Glück? Und was macht erfolgreich?

Mit Lernen hatte ich bis zur Uni keine positiven Erfahrungen gemacht, außer bestandene Prüfungen. Diese Art von Lernen habe ich bis zur Uni beibehalten. Nur warum war ich nicht glücklich? Wie ein Zombie schleppte ich mich zu den Vorlesungen und bin jedem Credit-Point hinterhergerannt. Mein ganzer Stolz, die Mappe voller Scheine. Für mich damals normaler Zustand. Kurze Erfolgserlebnisse, die schnell vergingen. Und daran habe ich mein Glück bemessen. 

Was bedeutet es zu lernen? Ich habe nie gerne gelernt, nur weil ich es musste. Weil man mir Angst gemacht hat, sitzen zu bleiben oder die Prüfung nicht zu bestehen. Die Angst nicht erfolgreich zu werden, war mein Antrieb. Das Interesse schien wie ein Alibi. Was sagten die Boomer? Geh studieren, dann verdienst du mehr. Geld allein als Antrieb und der Weg zum Glück?

Ich nenne es negatives Lernen.

Die Kunst hat mich gelehrt, was Lernen wirklich bedeutet. Lernen ist wie ein Baum mit vielen Zweigen, ein Weg, der zu mehr Wegen und Möglichkeiten führt und geht einher mit Neugierde. Lernen ist hungrig zu sein nach Wissen, was sich wie Schichten aufeinander aufbaut und der Grundstein wie ein Fundament ist. Es lässt sich leicht vergleichen mit der Technik in der Kunst "Layering" oder "Schichten". 

Es bedeutet Glück, seinen Weg vorhersehen zu können, zu wissen, was man will. Lernen ist ein Ur-Instinkt, der eigentliche Antrieb. Eine Art Automatismus.

Von Lernfrust, Depressionen, Angstzuständen und Panikattacken, fing ich an lernsüchtig zu werden. Meine leuchtenden Augen waren wieder zurück, die ich als Kind hatte, als ich meinen ersten Schultag hatte.

Erstmals fühlte ich nach langer Zeit, was glücklich sein bedeutet. 

Die Scorpions mit ihrem Song "Follow your heart" und wie viele Künstler rufen diese Botschaft aus.

"Für ein glückliches Leben ist fast nichts Materielles notwendig, für diejenigen, die das Dasein verstanden haben." (Marcus Aurelius)

"Be yourself", wie es immer heißt und auch Oscar Wilde sagte: "Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon."

"Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene."

Carl Hilty (1831 - 1909), Schweizer Staatsrechtler und Laientheologe

"Es heißt Glück und Erfolg und nicht Erfolg und Glück."

"Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss. Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll. Und dann kann ich auch, wenn ich muss."

(unbekannter Autor)

Je mehr ich mich mit der positiven Psychologie beschäftigt habe, umso mehr stellte ich fest, dass mir viele wichtige Kernkompetenzen fehlten, die ich damals gebraucht hätte. Und wenn ich mehr über die Situation des negativen Lernens nachdenke, sehe ich die negativen Folgen und das können wir uns als Nation nicht leisten.

"Lernen ist ein freudiger Prozess, verbunden mit Erfolgserlebnissen und Wissensdurst. Lernen, Experimentierfreudigkeit und entdecken funktioniert nicht unter Zwang und Angst. Das ist nicht der Weg zu einem glücklichen Leben." (meine Definition)

Mit dem letzten Satz beende ich ein sehr komplexes und wichtiges Thema. Der zweite Teil ist eine Fortsetzung und handelt über negative Gefühle, wie Missgunst und Neid. Woher kommen sie und wie können wir positiv Denken und fühlen und was hat es mit dem Selbstbewusstsein zu tun.


 

 

Was ist Kunst?

„Außergewöhnlicher Ausdruck eigener Kreativität.“
„Ein einzelnes Werk oder die Gesamtheit der Werke eines Künstlers.“

Die Community der Miniaturenkünstler debattiert bereits länger über die Frage: Ist Miniaturenbemalung Kunst? 

Ich hoffe ich kann etwas Klarheit schaffen durch meine Erfahrung als hauptberufliche Kunsthandwerkerin oder Künstlerin. Und hier beginnt bereits die Gretchenfrage. 

Um die Debatte einzuordnen, definiere ich zunächst die Miniaturenkunst. Miniaturkunst bezeichnet die Bemalung von Miniaturen, nach dem Stil des Künstlers oder als reine Darstellung. Der Fokus liegt auf der künstlerischen Umsetzung, die jeder Miniaturenkünstler frei interpretiert. Die Miniatur dafür wurde entweder vom Künstler selbst oder von einem Bildhauer modelliert, nach einem Vorbild oder frei erfunden. Miniaturkunst muss sich nicht nur auf die Bemalung beschränken, sondern setzt sich auch mit der Inszenierung der Miniatur auseinander, wie z. B. den Bau eines Dioramas oder Sockels. Die Szene kann entweder frei erfunden sein, wurde inspiriert oder wurde nach einem Vorbild erstellt. Das kann zum Beispiel eine historische Szene sein oder eine fiktive Szene, wie aus einem Film oder Spiel etc. 

Wie viel Kunst steckt also in der Miniaturenkunst? Gehen wir von der Definition aus, dass Kunst „die Gesamtheit der Werke eines Künstlers“ ist. Ein Werk, ein Künstler. Dann lässt sich diese Definition nicht auf die Miniaturenkunst übertragen, wenn der Miniaturenkünstler sich auf die reine Bemalung konzentriert. Bei Kunst geht man davon aus, dass ein Künstler alles selbst erschaffen hat. Ein Beispiel: Porträtkünstler erschaffen das komplette Werk selbst, von der Skizze bis zur Fertigstellung. Dies erfordert ein umfangreiches Wissen über Anatomie, Farben, Licht und Schatten auf einer Leinwand o. Ä. Ein Miniaturenkünstler befasst sich ausschließlich mit der farblichen Gestaltung. Die Grundlage liefert eine bereits bestehende 3D-Skulptur. Auch das erfordert viel Wissen über Farben, Licht und Schatten. 

Wie sieht es also mit der Inszenierung einer Miniatur aus? Die Miniatur liefert also die Grundlage, aber die Darstellung ist vom Miniaturenkünstler frei erfunden. Gehen wir also von der Definition aus, dass Kunst ein „außergewöhnlicher Ausdruck eigener Kreativität“ ist, dann kann die Definition übertragen werden und Miniaturenkunst wäre Kunst. Da aber die Inszenierung nicht ohne die Miniatur Bestand hätte und das Werk nicht von der Skizze selbst vom Miniaturenkünstler erschaffen wurde, stimmt es nicht überein mit der Definition, dass das einzelne Werk von einem Künstler erschaffen wurde. Die Idee des Bildhauers ist als Kunst schützenswert und liegt daher dem Urheberrecht zugrunde. 

Gehen wir also von der Definition aus, sind Kreativität und das Alleinstellungsmerkmal entscheidend, um ein Werk als reine Kunst zu bezeichnen. Und hier scheiden sich die Geister bei der Debatte. 

Ich finde es immer sehr beeindruckend, wie viel Kreativität in einem Miniaturenkunstwerk steckt. Miniaturenkunst ist ein großartiges Hobby. Es vereint Handwerk mit Kunst. Die Möglichkeiten für Inszenierungen und kreative Entfaltung sind grenzenlos und die Bildhauer liefern die Grundlage und Inspiration. Ich würde die Miniaturenkunst als symbiotische Kunst bezeichnen. Kunst und Kunsthandwerk sind fließend, daher das Wort „Kunst“ in Handwerk“. 

Was bedeutet es, reine Künstler*in zu sein? Was bedeutet es, etwas aus dem Nichts zu erschaffen, ohne eine Grundlage? Oder eine Inspiration? Was ist Kunst und warum machen wir Kunst? 

Wer schon einmal ein Bild gemalt hat aus seinen Gefühlen heraus, erkennt etwas Grundlegendes. Und zwar, dass die Idee, aus sich selbst heraus etwas zu erschaffen, einzigartig ist. Wir alle haben es schon mal gemacht, als Kind. Ein Bild gemalt, um unsere Gefühle auszudrücken. „Kunst ist die Grundlage des menschlichen Ausdrucks. Bevor Kinder sprechen, singen sie. Bevor sie schreiben, malen sie. Sobald sie stehen, tanzen sie.“ (Phylicia Rashad).  

In der Kunst finden wir uns selbst. Der Ausdruck unserer Kreativität ist die Liebe zu uns selbst. Und das ist Kunst. Dabei ist nicht relevant, gut oder schlecht zu sein. Bewertungen haben hier keinen Platz. Alles ist erlaubt. 

Anders sieht es aus, wenn die Technik im Vordergrund steht. Bei Wettbewerben in der Miniaturenbemalung. Rein entscheidend sind hier das Verständnis von Farben, Licht und Schatten. Die Bemalung einer Büste z. B. Dabei ist es nicht relevant, ob die Idee der Büste selbst vom Miniaturenkünstler stammt oder nicht. Verschiedene Kategorien differenzieren nach Art des Objekts und Kreativität. 

Betrachtet man die reine Technik an einem Objekt, welches nicht einzigartig existiert und selbst erschaffen wurde, wird es als Kunsthandwerk bezeichnet. Einzigartig in der Miniaturenkunst ist allein die Idee der Bemalung. Und hier ist der Knackpunkt. Unser Verständnis von Kunst oder klassischer Kunst ist ein anderes. Wenn wir von Kunst sprechen, meinen viele die klassische Kunst und hier muss das Werk als Ganzes von einem Menschen stammen, von der Idee an, die einzigartig ist. Wie Dalì, Moné usw. 

Fazit:

Miniaturenkunst kann rein logisch betrachtet nicht die klassische Kunst bezeichnet werden. Denn das würde bedeuten, dass der erste Einfall oder die Idee als Basis für ein Werk nicht mehr schützenswert wäre und an Bedeutung verliert. Stichwort Urheberrecht. Die Skulptur kann als Werk alleine stehen, nur die Bemalung dieser nicht. Daher lässt sich auch nicht eindeutig sagen, dass eine bemalte Miniatur Kunst ist. 

Einig sind wir uns darüber, dass Miniaturenkunst durchaus ein schöpferischer Akt ist, wie in der klassischen Kunst. Die Miniaturenkunst setzt an diesem Punkt an. Die Miniaturenkunst ist wie eine symbiotische Kunst, die der Maler nicht ausühren kann ohne die Grundlage oder Idee einer Miniatur. Durchaus können verschiedene Künstler an einem Werk arbeiten. Entscheidend ist hier, wie kreativ, einzigartig und technisch sicher der Maler vorgeht und das ist die Basis für die Bewertung, z.B. in einem Wettbewerb. Denn hier zählt allein die Inszenierung als "Kunst" in der Miniaturenkunst.

Problematisch für den klassischen Kunstbegriff hierbei ist, dass die Miniatur nicht als Unikat existiert, sondern vervielfältigt wird.

Statt also darüber zu debattieren, sollten wir eher die Miniaturenkunst als eine Möglichkeit betrachten, uns auszudrücken, und das passiert auch. Genau wie in der klassischen Kunst werden Botschaften übermittelt, es wird provoziert und klassisch über die Physik von Licht und Schatten wird diskutiert, Farbharmonien und Inszenierung werden kritisch beäugt. 

Miniaturenkunst hat viele Facetten, die uns alle bereichern und uns inspirieren, Neues auszuprobieren und kreativ zu sein. Es hat mich inspiriert, mehr aus mir herauszuholen. Ich respektiere die Urheber der Idee der Miniatur als Künstler und es spornt mich an, eigene Konzepte zu verwirklichen. Ich weiß auch, dass viele davon träumen, ihre eigene Miniatur zu kreieren. Ohne die Miniaturenkunst hätte ich den Einstieg in die Kunst nicht gefunden und meinen Weg nicht gefunden.

 

Quellen:

Oxford Languages: https://languages.oup.com/google-dictionary-de/

ARTAFFAIR, Galerie für moderne Kunst: https://art-affair.net/was-ist-kunst

 

 

 

Was bedeutet Arbeit?

Wie wird Arbeit definiert, und welchen Einfluss hat die Schule auf das Thema Arbeit? Der Zusammenhang beschäftig mich schon einige Zeit. Durch meine Selbständigkeit wurde ich immer kritischer zum Thema Schule.

Wir müssen alle durch die Schule und das klingt doch nicht sehr positiv, oder?

Lernfrust hat nichts mit Faulheit zu tun oder Dummheit. Das hat etwas damit zu tun, dass diese Kinder und Jugendlichen von der Schule nicht abgeholt werden, weil ihre Stärken nicht gefragt sind. 

Schule fördert Schwächen und keine Stärken. Und hier liegt das Problem. Wichtige Kernkompetenzen zum Thema lernen: weit verfehlt. Was bedeutet lernen überhaupt? bedeutet lernen, sich immer mehr Wissen anzueignen, um bei der nächsten Prüfung zu bestehen und dieses Wissen mehr oder weniger wieder zu vergessen, weil es nicht im Beruf keine Anwendung findet? Viele würden sagen ja klar, das ist normal. Was ist, wenn das nicht normal ist? 

Durch diese Methode des Lernens, verlieren die Kinder und Jugendlichen nach und nach Kontakt zu sich selbst. Und das ist lebensentscheidend. Sie verlieren wertvolle Zeit, die sie haben können in ihrer Kindheit und Jugend. Wertvolle Zeit die sie benötigen, um ihre Stärken zu entdecken und auszubauen. Und vor allem wertvolle Zeit, Das Lernen zu lernen. Dann lernen ist kein stupides, aneinandergekettetes Wissen. Es bedeutet, neugierig zu sein, selbst zu entdecken, zu recherchieren und seinen Stärken entsprechend so seinen selbstbestimmten Weg zu finden, indem Möglichkeiten erkannt werden.

Ich sage, ab einem gewissen Punkt hindert die Schule am Lernen. Sie verhindert Bildung und das klingt sehr widersprüchlich, wobei die Schule doch eigentlich bilden soll. 

Und das hat gravierende Folgen. Nicht nur für die berufliche Karriere, sondern auch fürs glücklich sein. Denn glückliche Menschen werden nicht depressiv. Wer das tut, was einem liegt, hat eine ganz andere Energie und das hat Vorteile, auch wirtschaftliche. 

Ich sehe es sehr kritisch, dass die Schule keine kreative Ausbildung bietet. Kreative Fächer, wie Kunst, Schriftstellerei, Musik, Philopsphie usw. Diese Fächer werden in der Schule eher als unwichtige Nebenfächer abgetan. Dabei liefert Kreativität den Grundstein für kreatives Denken und Handeln. Und diese Kreativität braucht eine Demokratie. Es ist eine Schlüsselkompetenz, um nicht in Engstirnigkeit zu verfallen, um auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen und um zu lernen, kritisch zu hinterfragen und mitzudenken. 

Was wir brauchen sind Schulen, die notenunabhängig Projektwochen und Workshops anbieten und keinen fachbasierten Unterricht mit schnell wechselnden Themen. Die Flut an Informationen sich in kurzer Zeit anzueignen ist ein sehr unnatürliches Lernen. Kein Wunder, wenn verzweifelte Eltern überforderter Kinder viel Geld in Nachhilfeunterricht stecken. Das nagt nicht nur am Selbstbewusstsein, sondern benachteiligt auch sozial schwache Familien. 

Eine weitere wichtige Kernkompezenz ist Teamarbeit und Kommunikation. Keine Schule braucht lernfrustrierte Schüler, die ihre Frustration auf dem Pausenhof auslassen, schlimmsten Falls an ihre Mitschüler. Sollen die Schüler lieber über einen längeren Zeitraum gemeinsam sich mit Projekten beschäftigen. Denn wer miteinander lernt und arbeitet, ärgert nicht seine Mitschüler. 

Die Schule hat eine große Verantwortung und hiermit überlasse ich Mitdenkende die letzten Worte und Gedanken. 

 

 

 

 

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